B3: Beweglichkeit

Das Trainieren der motorischen Flexibilität (d.h. Gelenkigkeit & Dehnfähigkeit) stellt einen essentiellen Baustein für die allgemeine Gesundheit des Menschen dar – losgelöst von Faktoren wie Alter, Geschlecht, Ethnie, Leistungsniveau, körperlichem Zustand o.Ä. Die positiven Effekte sind vielfältig (bspw. Minimierung des allgemeinen Verletzungsrisikos, schnellere & zielgerichtetere Regenerationsfähigkeit, effizientere Muskelansteuerung, verbesserter Bewegungsumfang, anatomisch günstigere Körperhaltung sowie Vermeidung muskulärer Dysbalancen) [vgl. B1 & B2]. Gerade überkontrahierten (verspannten) Muskeln oder Muskelgruppen & entstehenden Fehlhaltungen kann hierdurch vorgebeugt werden. Neben dem Erhalt der Alltagskompetenz eignet sich das Training dieser motorischen Hauptbeanspruchungsform auch zum allgemeinem Stressabbau bzw. zur Steigerung des geistigen Wohlbefindens, da ein gezielter Atemzyklus & -rhythmus gleichermaßen zur effizienten Bewegungsausführung gehört wie Intensitätsgestaltung oder die motorische Bewegungstechnik.

Die Möglichkeiten zur Ausgestaltung eines Beweglichkeitstrainings sind mittlerweile sehr vielfältig geworden. Bei der Auswahl der Trainingsmethode sollten aber gewisse Faktoren beachtet werden (bspw. Ausgangsniveau & Ziel, Lebens- & Verhaltensstil bzw. die zur Verfügung stehende Zeit, individuelle Vorlieben & Gegebenheiten sowie die Art des Trainings, d.h. alleinstehende Trainingseinheit oder Vor- bzw. Nachbereitung einer körperlichen Aktivität). Das Spektrum der Methoden reicht dabei vom sog. statischen Dehnen (bspw. aktiv-statisches & passiv-statisches Dehnen, intermittierendes Dehnen, anspannendes-entspannendes-Dehnen bis hin zum sog. dynamischen Dehnen (bspw. aktiv-dynamisches & passiv-dynamisches Dehnen sowie daraus resultierende Mischformen).

Beim Vorangegangenem ist die Prämisse der Regelmäßigkeit zu beachten. Konstanz bildet, wie so oft in der Körperlichkeit, die Voraussetzung für ein optimales Voranschreiten innerhalb der Beweglichkeitsthematik. Dabei sollte die Intensität (in Umfang sowie Ausführung) aber nicht übertrieben werden, um keine gegenteiligen Effekte hervorzurufen. Durch eine Überdehnung können Sehnen & Bänder in Mitleidenschaft gezogen werden. Wenn Ihre Atmung unregelmäßig oder stoßartig verläuft, kann die gewählte Intensität zu hoch sein. Auch ein scharfer oder stechender Schmerz, genauso wie ein heraufziehendes Taubheitsgefühl, sind als sofortiges Entlastungssignal zu verstehen. Der sog. Zug- & Dehnschmerz sollte stets gut ertragbar sein.